2002 – Bäcker Metzger Mühlen einst und jetzt

2002 – Bäcker Metzger Mühlen einst und jetzt

Bäcker Metzger Mühlen

“Bäcker Metzger Mühlen” ist die zweite einer Reihe von Jahresausstellungen, die seit dem Jahr 2001 regelmäßig stattfinden. Begeben Sie sich auf eine Reise zurück in die Freisinger Bäcker Metzger und Mühlen, wie sie einst waren und jetzt sind.

Bäckereien

Freisings “Bäcker Metzger Mühlen” haben nicht nur eine hohe Tradition und eine lange Geschichte, sie hatten auch stets eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung.
Dabei gibt es auch kurioses zu vermerken.
Glaubhaft versicherten Reisende (so schreibt Hans Gruber in seinem Büchlein “Es geschah zwischen den drei Bergen”), dort wären schön und täuschend echt bemalte Brotlaibe aus Stein verkauft worden.
Und aus dem Jahr 1642 stammt das Rezept, nach dem die beiden Freisinger Lebzelter Vinzenz Kremmer und Bartholomäus Sedlmayr noch im vergangenen Jahrhundert, die “dürren Heiligen” (Lebkuchen-Nikoläuse) zur Freude der braven Kinder herstellten.

Lasst uns wenigstens kurz eintauchen in die Geschichte unserer Bäckereien in den letzten achtzig Jahren.

Bäckereien

Das Café Haller

Das Café Halleram Kriegerdenkmal

Das Café Haller
Fast immer war der Besuch des Café Haller oder auch der Bäckerei Tremmel mit dem Naschen an einer herrlich dekorierten Torte verbunden
….aber bitte mit Sahne!

Die Bäckerei Tremmel

Die Bäckerei Tremmelin der Unteren Hauptstr. 40

Die Bäckerei Wieland

Die Bäckerei Wielandin der General-von-Nagel Straße 3

Das Haus hat sich kaum verändert, wohl aber das Gewerbe, das in ihm beheimatet ist. Früher wurden hier fein duftende Brote, Semmeln und Brezn verkauft, heute das Wissen und die Fähigkeit ein Auto zu steuern.

Bäckerei – Lebensmittel von Richard Betz

Die Bäckerei Betz

Die erste Bäckerei in der Pfalzgrafstraße 7 in Lerchenfeld.
Das große Foto oben zeigt die erste Bäckerei in Lerchenfeld, wie sie im Jahre 1928 aussah. Das kleine Foto zeigt die Bäckerei 1961.

Die Bäckerei BetzDie Aufnahme stammt aus dem Jahre 1992.

Damals die Bäckerei Diewald – heute die Bäckerei Muschler

Die Bäckerei Diewaldin der Oberen Hauptstraße 38

Schon die Bäckerei Diewald hatte in Freising dank ihrer feinen Backwaren eine lange Tradition und einen guten Ruf. Aber auch die Bäckerei Muschler kann inzwischen fast auf ein halbes Jahrhundert Geschichte zurückblicken. So eröffnete 1955 der Bäcker- und Konditormeister Josef Muschler zusammen mit seiner Frau Franziska im alten “Weberhaus” seinen Betrieb. 1975 zieht der Betrieb in die Landshuter Straße um, ins Haus der früheren Bäckerei Zischka. Und 1975 wird auch die erste Filiale in der Oberen Hauptstraße 38 (kleines Bild oben) eröffnet.

Bäckerei mit Motorbetrieb von Georg Haslberger

Die Bäckerei Haslberger

in der Landshuter Straße
(großes Foto oben)

Die große Aufnahme oben stammt aus dem Jahre 1906. Zu dieser Zeit war man noch viel mit dem Fahrrad unterwegs und die Geschäftsleute schrieben, wie hier, auch ihre Telefon-Nummer an die Hauswand.
Der Sohn des Georg Haslberger aus der Landshuter Straße, auch ein Georg, hat dann ab den dreißiger Jahren seine Bäckerei in der Mainburger Straße betrieben, (die beiden kleinen Fotos links), wo sich heute ein Bürohaus und ein Zoo-Fachgeschäft befindet.

Brot- und Feinbäckerei von Josef Jackermeier

Die Bäckerei Jackermeierin der Dr.-von-Daller-Straße 33

Bäckerei von Joh. Hölzl

Die Bäckerei Hölzlin der Sonnenstraße 2

Die Bäckerei Johann Hartl

Die Bäckerei Hartlin der Oberen Hauptstraße
mit gesamten Mitarbeiterstab 1929

Die Bäckerei Lachner

Die Bäckerei Lachnerin der unteren Hauptstraße 41

Wo heute die Bäckerei Welter eine Filiale betreibt, dort gab es vor fast vierhundert Jahren eine Bäckerei.
1608 war es der “Strieglbeckh”, dann unter Striegls Sohn Peter der “Peterbäcker” bis schließlich 1927 Rudolf Lachner den Betrieb zum “Lachnerbäck” machte.
Später war es die Familie Panzner, bei der man seinen Brotwecken oder sein “Maurerloawe” gern kaufte.

Die Bäckerei Albrecht

Die Bäckerei Albrechtin der Oberen Hauptstraße

Die Bäckerei Albrecht hatte schon immer ihre Backstube in Marzling. Vielleicht hat man sich, um die lange Wegstrecke zurückzulegen beizeiten ein Geschäftsrad zugelegt. Schon bald wagte man sich nach Freising. Unser großes Foto zeigt die Inhaberin Christiane Albrecht in ihrem Geschäft (Haus Blumen-Mühl) in der Oberen Hauptstraße, kurz nach dem 2. Weltkrieg.

Bäckerei & Mehlhandlung von Ludwig und Georg Zischka

Die Bäckerei Zischkaam Thalhauser Fußweg bzw. in der Landshuter Straße

Oben: am Thalhauser Fußweg
1. Bild Rechts: in der Landshuter Straße
2. Bild links: Heute – Bäckerei Muschler

Das kleine Foto ganz unten zeigt die beiden Bäckergesellen der Bäckerei Georg Zischka, links Hans Weiß und rechts das langjährige Mitglied unserer “Interessengemeinschaft Bürgerturm”, Ludwig Haberstetter, der größtenteils die Fotos dieser Broschüre zusammengetragen hat.

Das Brothaus

Das Brothausam Marienplatz

Seine Geschichte reicht weit bis ins Mittelalter zurück. Unsere obige Aufnahme allerdings stammt aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Das Brothaus

Die Feinbäckerei Georg Spitz

Die Feinbäckerei Spitzin der Thalhauser Straße

Dort wo die Thalhauser Straße eine leichte Linkskurve macht, war über Jahrzehnte die Feinbäckerei Spitz zuhause. Jetzt (2003) gibt es dort einen italienischen Feinkostladen.

Die Bäckerei Döbl

Die Bäckerei Döblin der Unteren Hauptstraße 8

Heute kann man an dieser Stelle die schönsten Spielfilme der Filmtheaterbetriebe Fläxl sehen.
Vor fünfzig Jahren konnte man aber dort – in der Unteren Hauptstraße 8 – die schönsten Semmeln und Brezn kaufen.

Die Bäckerei Döbl

Die Bäckerei Josef Weber

Die Bäckerei Weberin der Unteren Hauptstraße 16

Nicht nur die Laufkundschaft, sondern auch ein Gutteil Stammkundschaft waren das Umsatzrückgrad der Bäckerei Josef Weber in der Unteren Hauptstraße.

KochlöffelHeute befindet sich dort eine Filiale der Restaurant-Kette Kochlöffel.

Bäckerei Himmelstoß

Die Bäckerei Himmelstoßin der Wiesenthalstraße 2

Viele ältere Neustifter kenne sie noch, die Bäckerei Himmelstoß in der Landshuter Straße.

Die Bäckerei Himmelstoß

Was würde zu diesem schönen Namen “Himmelstoß” besser passen, als das Einsatzbild für die Zunftfahne der Freisinger Bäcker. Sie stammt aus dem Jahr 1822 und stellt die Gottesmutter mit dem Kinde dar.

Die Bäckerei Forster

Die Bäckerei Forsterin der Ziegelgasse 11

Die Bäckerei Meier

Die Bäckerei Meierin der Wiesenthalstraße

Metzger

Metzgereien

Tradition und soziales Engagement

Krankenunterstützungsverein

Unser Foto oben zeigt die Mitglieder des Metzger-Kranken-Unterstützungsvereins Freising aus dem Jahre 1910.

Zunftfahne

Die Zunftfahne der Freisinger Metzger aus dem Jahre 1815.
Sie zeigt Johannes den Täufer.

Die Metzgerei Altersberger

Die Metzgerei Altersberger

Zwischen den hier gezeigten Fotos der traditionsreichen Metzgerei Kaspar bzw. Georg Alterberger liegen eine wechselvolle Geschichte und viele Jahrzehnte Zeitgeschichte. Zuerst in der Bahnhofstraße, wo jetzt ein Fotoladen beheimatet ist und dann in der Oberen Hauptstraße, wo sich heute durstige Seelen im Lokal Bierteufel einfinden.

Die Metzgerei Altersberger

Ausbildung im Metzgerhandwerk…

Ausbildung Metzgerhandwerk

wurde in Freising schon immer groß geschrieben. Das Foto oben zeigt die Teilnehmer des Fach- und Garnierkurses, Freising, vom September 1933 unter Leitung von B. Krause.

Ausbildung Metzgerhandwerk

Die Fleisch- und Wurstwaren-Fachverkäuferinnen.

Die Metzgerei Wild

Die Metzgerei Wild

Metzgermeister Johann Wild steht (1937) stolz vor seinem Geschäft in der General-von-Nagel-Straße 2. (Foto links oben).
Es muss wohl sein Vater Johann Wild sen. gewesen sein, der seine Metzgerei in der Fischergasse 11 (Foto rechts und rechts oben) betrieb und der im Freisinger Tagblatt am 1. Mai 1867 in seiner Eröffnungs-Anzeige schrieb:

Die Metzgerei Wild

Die Pferdeschlächterei und Geflügel-Handlung Riedl

Pferdeschlächter Riedlin der Sonnenstraße

Pferdeschlächter Riedl

Hier wurden Pferde nicht nur geschlachtet, sondern auch als nützliche und wertvolle Zugtiere genutzt, wie man auf obigem Foto ganz links im Bild erkennen kann.
Mit Kind und Kegel hat sich die Familie Riedl am Fotografen gestellt. Wir vermuten, dass das Datum der Aufnahme zu Anfang des letzten Jahrhunderts liegt.

Die Metzgerei Markus Roithmaier

Die_Metzgerei Roithmaierin der alten Poststraße 7

Früh schon übten die Roithmaier-Kinder den Beruf ums Fleisch und um die Wurst – und wenn es auch nur die Schürze war, die ihnen das Aussehen eines echten Metzgers verlieh.
Die Metzgerei Roithmaier hatte ihren Laden in der Alten Poststraße 7. Heute steht dort ein Privathaus.

Die Metzgerei Handgrödinger

Die Metzgerei Handgrödingerin der Alten Poststraße 81

Die Metzgerei Handgrödinger

Schon vor rund sechzig Jahren war die Metzgerei Handgrödinger in der Alten Poststraße in Freising eine Institution. Später zog sie in den Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Unser Foto links zeigt einen Jahrgang angehender Gesellen in der Freisinger Berufsschule für Lebensmittel am 28.03.1938.

Die Metzgerei Albert (vorm. Joh.) Mayr

Die Metzgerei Mayrin der Landshuter Straße 50

Die Metzgerei Georg Hofmair

Die Metzgerei HofmaierIn der Unteren Hauptstraße 549

Die Metzgerei Jakob Fertl

Die Metzgerei Fertlin der Oberen Hauptstraße, Praetnerhaus, Stadt-Bibliothek

“De Sau hot hintnrum zwene”(Übersetzung: Das Schweinderl hat an den Hinterbacken ein bisschen zu wenig Fleisch)

sagt der Viechhandler und will eigentlich nur den Preis ein bisschen drücken.
Einmal in der Woche war auch am Marktplatz beim Kriegerdenkmal, nicht weit vom Fertl-Metzger der Saumarkt, bei dem es nicht selten hoch her ging.

Die Metzgerei Schindler

Die Metzgerei Schindlerin der Oberen Hauptstraße 47

Unser großes Foto oben zeigt die freundlichen Fachverkäuferinnen der bekannten Freisinger Metzgerei Schindler in der Oberen Hauptstraße. Heute ist dort ein Fotoladen der Firma Porst zu finden.

Weißwurstdenkmal

Und wo steht das erste und einzige Weisswurstdenkmal der Welt…?
Natürlich in Freising, vor der Aktienschänke.
(Foto links)

Die Metzgerei Dandl

Die Metzgerei Dandlin der Mainburger Straße 3

Die große Aufnahme oben macht deutlich, dass die Metzgerei Dandl ehemals neben der bekannten Gaststätte Neugarten am alten Viehmarktplatz zuhause war.
Und ganz links im Bild grüßen in schöner Eintracht unser Bürgerturm und der Turm der St. Georgskirche herüber.

Die Metzgerei Krebrucker

Die Metzgerei Krebruckerin der Ziegelgasse 516

Bekannt für feine Fleisch- und Wurstwaren war die Metzgerei von Max Krebrucker. Aus welchem Jahr die große Aufnahme oben stammt, kann nicht mehr genau festgestellt werden, sie dürfte jedenfalls in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entstanden sein. Das kleine Foto oben Mitte zeigt Frau Krebrucker inmitten ihrer Wirkungsstätte im Jahr 1955 und die Preistafel dürfte noch etwas älter sein, danach kostete ein Pfund “Ia Kalbfleisch” 70 Pfennige.

Die Metzgerei Hermann

Die Metzgerei Hermannin der Luckengasse …einst und jetzt

Das geübte Auge des Metzgers konnte bereits am lebenden Objekt die Qualität des Fleisches feststellen.
An der Zubereitung der Wurstwaren jedoch sollte man die Virtuosität des Metzgermeisters und seiner Gehilfen erkennen.

Die Metzgerei Franz Pflügler

in Vötting

Die Metzgerei Pflügler

Der Name Pflügler ist in Freising wohl bekannt für feine Fleisch- und Wurstwaren. Ein jüngerer Sproß der Familie hat sich allerdings auf einem ganz anderen Gebiet einen Namen gemacht, nämlich auf dem Gebiet des Fußballs – als Spieler des FC Bayern München und als Nationalspieler:
Der Hansi Pflügler

Die Metzgerei Felber

 Die Metzgerei FelberIn der Oberen Hauptstraße

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1926. Es zeigt links (mit der weißen Schürze) Martin Spitzauer, in der Mitte Josef Felber und daneben Georg Felber, der neben der Metzgerei am Stadtrand von Freising eine große Schafherde sein Eigen nannte, die sein Ein und Alles war.
Rechts:
In alter Tradition beherbergt das Haus in der Oberen Hauptstraße, wo früher die Metzgerei Felber zuhause war, heute die Metzgerei von Otto Zuhr.

Mühlen

Müller war schon in den vergangenen Jahrhunderten ein angesehener Beruf, ein lukratives Handwerk und ein einträgliches Gewerbe, das die Verbindung zur Landwirtschaft genauso pflegte, wie das zu seinen potentiellen Kunden, den Bäckern und Konditoren.

Mühlen

Die Mühle ehem. von A. Steinecker in Vötting

Fahne Freisinger MüllerFahne der Freisinger Müller (1829)

Die Erl-Mühle

Die Erl-Mühlein der Landshuter Straße 94

Mühle und Landwirtschaftliches Lagerhaus Jos. Andelfinger

Mühle AdelfingerAlte Poststraße 52

Die Kunden-Mühle von P. Schmitt

Kundenmühlein Attaching

Die Brey-Mühle

Die Brey Mühle

Auch die Brey-Mühle am Sondermüllerweg 6, direkt an der Moosach hat in Freising eine lange Tradition. Vielen ist noch ihr Besitzer aus den sechziger Jahren namens Tischler bekannt, der gleichzeitig auch eine renommierte Bäckerei in Freising mit einigen Filialen betrieb. Und viele erinnern sich noch an die guten Brezen vom Tischler.

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2001 – Die Gastronomie einst und jetzt

2001 – Die Gastronomie einst und jetzt

Die Gastronomie

“Die Gastronomie” ist die erste einer Reihe von Jahresausstellungen, die seit dem Jahr 2001 regelmäßig stattfinden. Begeben Sie sich auf eine Reise zurück in die Freisinger Gastronomien, wie sie einst waren und jetzt sind.

Der Lindenkeller

Die Bezeichnung Lindenkeller kann man wohl ableiten von den vielen Die Gastronomie - Der LindenkellerLinden, die dieser Gastronomie umstanden. Die Bezeichnung “Keller” für eine Wirtschaft ist häufig zu finden. Sie rührt daher, dass sich die Brauereien tiefe Keller in den Berg hinein anlegten (so wie heute noch unter dem Lindenkeller zu finden), um das Eis, das im Winter gebrochen wurde, zu lagern. Bis in den Mai und Juni hinein konnte so gekühltes Bier ausgeliefert werden, denn die Kühlmaschine von Karl Linde wurde erst um die Jahrhundertwende (vom 19. ins 20. Jahrhundert) erfunden.

Lindenkeller mit Biergarten

“Einer der schönsten Berufe ist ‘Biergärtner’ ”

Das ColloseumDas Colosseum

Das Colloseum war in Freising eine Institution. Hier trat nicht nur die bekannte Volksschauspielerin Liesl Karlstatt auf, hier legten die berühmten Ringer Hans Höninger und Karl Engelhardt ihre Gegner auf die Matte, Olympiasieger Rudolf Ismaier wurde hier gefeiert und es gab rauschende Faschingsfeste.

Colosseum Aushang

Zwei Damen der Heilsarme sprachen einen älteren Herren im Colosseum an, mit der Bitte: „Wir sammeln für ein Trinkerheim und bitten um eine kleine Spende“. Da antwortete der Gast entrüstet : „Ein Trinkerheim? …das fehlt gerade noch. De Leit solln ins Wirtshaus gehn und dort ihr Bier saufen!“

Heute (2003) steht dort das Kaufhaus Woolworth
Woolworth

Der NeugartenDer Neugarten

Der Neugarten am Viehmarkt

Unser Foto dürfte aus den fünfziger Jahren stammen. Doch die Wirtschaft „Neugarten“ gab es mindestens schon ein weiteres halbes Jahrhundert vorher. Als am Viehmarkt noch mit Pferden, Kälbern und Schweinen lebhaft gehandelt wurde. Und nicht selten kam es vor, dass die Bauern und Händler nach getaner Arbeit im Neugarten – und bei einer Maß Bier versteht sich – ihrem Handel die notarielle Beglaubigung gaben.

Heute befindet sich dort die Geschäftsstelle der Süddeutschen Zeitung, ein Obstgeschäft und die Metzgerei Dandl. (Siehe das kleine Bild oben)

Beim HacklbräuDer Hacklbräu

Am Ende der unteren Hauptstraße lag ein Wirtshaus und eine Privat-Brauerei mit großer Tradition, der Hacklbräu. Noch bis in die 60er Jahre lieferte der Hacklbräu an den ersten beiden Tagen des Freisinger Volksfestes das Festbier. Erst dann kamen im Turnus die beiden anderen Brauereien zum Zuge.

Zum Osterauer

Zum Osterauer

Zwischen Rindermarkt und Ziegelgasse befand sich bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die Gastwirtschaft „Zum Osterauer“. Besonders beliebt war der schwarze Pressack, den es zur Bockbierzeit im Frühjahr dort zu genießen gab.

Heute steht an dieser Stelle das Pfarrzentrum St. Georg.

I. Duschl’s Brauerei zur Laube

I. Duschl's Brauerei zur Laube

Direkt am Marienplatz, im Herzen Freisings, hat sich jahrzehntelang die Brauerei zur Laube und das damit verbundene Gasthaus hingebreitet. Hier trafen sich schon mal die Honoratioren der Stadt und des Landkreises zu ausgiebigen Gesprächen. Da konnte man die Geschäftsleute der Hauptstraße genauso treffen, wie den einen oder anderen mächtigen Hopfenbauern aus der Holledau.

Das Gräfl. von Moy´sche Hofbrauhaus

Das gräfl. von Moy´sche Hofbrauhaus

Stolz reckt sich der monumentale Bau des Moy’schen Hofbrauhauses an der Mainburger Straße in den Freisinger Bier-Himmel. „Mein Bier – Moy Bier“ hieß jahrzehntelang der in aller Munde geläufige Slogan. 1999 ist das Hofbrauhaus in den Besitz der Bayerische Graf zu Toerring Brauerei GmbH & Co. übergegangen und wird seitdem als erfolgreiche Privatbrauerei weitergeführt.

Das Weihenstephaner Bräustüberl

Weihenstephaner Bräustüberl
Weihenstephaner Bräustüberl

Nicht nur ganze Generationen von Studenten fühlten sich im Biergarten des Weihenstephaner Bräustüberls, in unmittelbarer Nähe der Staatsbrauerei Weihenstephan heimisch, auch Ausflügler und Gäste aus Nah und Fern ließen und lassen sich hier das frische kellertrübe Pils und einen herzhaften Obazdn schmecken.

Der Ziegelwirt

Ein Gastwirt ohne Bier, 
Ein Hafner ohne Geschirr,
Ein Doktor ohne Klistier
Wärn aller Narren Zier!

Der Ziegelwirt

Dort, wo heute eine Boutique eingerichtet wurde und wo etwas links in die Gasse hinein die Gschäftsstelle der Barmer Ersatzkasse sich befindet, dort in der Ziegelgasse befand sich der Ziegelwirt.

Der Karlwirt

Der Karlwirt

Wer kennt ihn nicht, den Karlwirt am Johannisplatz. An einem der frequentiertesten Plätze der Stadt steht seit Generationen ein Wirtshaus, das sich bis heute seinen Charakter bewahrt hat.

Der Kochbräu und der Bayerische Hof

der Kochbräu und der Bayerische Hof

Unsere beiden Fotos oben verdeutlichen die Veränderung, welche die beiden Traditionsgaststätten im Laufe der Jahre durchgemacht haben. Dort wo der Kochbräu war, befindet sich jetzt Schuh-Gerlspeck.
Aber der Bayerische Hof hat sein Gesicht kaum verändert.

Das Xaverienthal

Das Xaverienthal

Eines der beliebtesten Ausflugsziele, im Nordosten Freisings gelegen, war das Xaverienthal. Hier flossen das Bier aus dem Fass und das Blut der schlagenden Verbindungen oft in Strömen. Das eine war eine Selbstverständlichkeit – das mit dem Bier – und das andere – das mit dem Blut – war verboten.
Trotzdem hieß es in mancher Familie schon am Samstag: “Morgn geh ma ins Xaverienthal”

Gasthaus zum grünen Hof

Der Grüne Hof - Wirt oder Gast?

Ist es der Wirt, der hier mit einer Halben Bier vor dem Eingang steht, oder ist es nur ein Gast, der auf dem Weg zu den wartenden Kollegen vor dem Wirtshaus ist?

Der Grüne Hof

Der “Grüne Hof” ist seit Jahrzehnten Zentrum des Freisinger Stadtteils Lerchenfeld. Vor und um das Haus sorgen alte Kastanien für viele schattige Plätze und innen wartet immer eine zünftige Brotzeit.

Der Zacherl

Der Zacherl

Aus der Freisinger Gasthaus-Geschichte nicht wegzudenken ist der Zacherl, ehedem Cafe Schmid, an der Ecke Ziegelgasse/Oberer Graben.
Ein Wirtshaus vom ganz alten Schlag. Hier verkehrten weniger die Studenten als vielmehr alteingesessene Bürger der Domstadt. Hier wurde nicht nur am Stammtisch getrunken und diskutiert, hier wurde auch mal gewettet. So beschreibt es Horst Feiler in seinem Buch über die Geschichte seiner Familie in Freising.

Vom Brettlochsen zum Elefantenwirt

Vom Brettlochsen zum Elefantenwirt

In der Unteren Hauptstraße, wo heute die Buchhandlung Kyrios zu finden ist, stand früher der “Ledererhansenwirt”, dann umbenannt “Zum Brettlochsen” bis 1855 der Elefant einer durchreisenden Zirkustruppe untergestellt wurde.
Und von da an hieß das Gasthaus “Elefantenwirt”.

Zum Goldenen Hirschen

Zum goldenen Hirschen

Wo heute das Modehaus Passberger und Muckl’s Restaurant zu Hause sind, war früher das Gasthaus zum Goldenen Hirschen zu finden. Bereits 1390 gab es an dieser Stelle eine Weinschänke. Nach wechselvoller Geschichte soll etwa um das Jahr 1808 herum, auf seiner Reise von Paris nach Wien, auch Kaiser Napoleon einmal im Goldenen Hirschen übernachtet haben.

Die Plantage

Die Plantage

Auf dem Weg Richtung Untergartelshausen, links in den Wald hinein, da findet man sie. Ob zu Fuß, mit dem Radl, mit dem Auto oder hoch zu Ross. Die Plantage (Blantasch) ist auch heute noch ein allseits beliebtes Ausflugsziel.
Schon vor mehr als einem halben Jahrhundert gab es die “Plantagen-Gesellschaft”. Das kleine Foto oben zeigt einen Teil der selben, mit Professor Josef Hofmiller *) und Professor Josef Landgrebe (auf der Couch sitzend rechts).

Das Café Fech

Cafe Fech

Unser obiges Foto stammt aus dem Jahr 1958.
Dort wo heute die Hypo-Vereinsbank ihre Freisinger Niederlassung in der Unteren Hauptstraße hat, stand bis in die fünfziger Jahre das Café Fech.

Cafe Fech

Ein wenig Wiener Kaffehausstil und bis in die fünfziger Jahre hinein immer ein bisserl plüschig modern, so präsentierte sich das Café Fech in der Unteren Hauptstraße, wo heute ein Bankhaus auf geldige Kunden wartet.

Ein Gast fragte den Wirt, der eine wertvolle Meerschaumpfeife rauchte:
“Wo habens’s denn den schönen Meerschaum her?” Und der Wirt antwortete sachlich: “Vom Bierschaum!”

Der Furtnerkeller

Furtnerkeller
Der Furtnerkeller an der Wippenhauser Straße

Es tut in froher Nachbarschaft sich gar behaglich plaudern
Geschwätzig lässt der Gerstensaft Stets mit dem Aufbruch zaudern

Furtnerkeller

Zu Beginn der Wippenauser Straße lag rechter Hand der Furtnerkeller.
Heute steht dort, aus Glas und Stahl, das Gebäude der AOK.

Der Daurer Bräu

Daurer Bräu

Doch siehe, da im trauten Kreis
sitzt Jüngling, Mann und Jubelgreis,
und jeder hebt an seinen Mund
ein Hohlgefäß, das meistens rund,
um draus in ziemlich kurzer Zeit,
die drin enthaltne Flüssigkeit
mit Lust und freudigem Bemühn,
zu zuzeln und herauszuziehn.
Weil jeder dies mit Eifer tut,
so sieht man wohl es tut im gut.
Man setzt sich auch zu diesem Herrn.
Man tut es häufig tut es gern.
Wilhelm Busch

Daurer Bräu

Mächtig stand das Gebäude des Daurer Bräu visavis vom Kriegerdenkman (Heute Café Central). Ein – man kann sagen – altehrwürdiges Wirtshaus mit dem unnachahmlichen Flair der Vergangenheit: Rauchgeschwängert und von Bierdunst durchzogen.
Da fanden sich schon mal die Freisinger Stadtburschen zum Frühschoppen ein oder Durchreisende,  von Niederbayern kommend, machten auf dem Weg nach München Station um sich körperlich (Bier und Brotzeit) und geistig (mit den neuesten Neuigkeiten) zu stärken.

Zum Furtnerbräu und Gasthof Altes Geld

Furtnerbräu und Gasthof Altes Geld

Friedlich nebeneinander lagen die beiden Wirtshäuser, das des Furtnerbräu und das des Alten Geldes in der Oberen Hauptstraße.
Wenn der Furtnerbräu einen Gutteil seines selbstgebrauten Bieres in der eigenen Gaststätte ausschenkte, musste der Nachbar seinen Gerstensaft noch lange nicht zum “alten Geld” verkaufen.
Es gab in Freising dank der Garnison und dank der Studenten immer genug durstige Kehlen.

Gasthof Altes Geld

Heute steht dort wo das Alte Geld war, der Paper-Shop der Post.

Paper-Shop

Das Paradies

“Am Schönsten is, und des is gwieß, bei uns herom im Paradies!”

Diesen Spruch soll – ohne historisch bestätigt zu sein – einmal ein Besucher der Gaststätte “Paradies” gedichtet haben.
Ob die Wirtschaft tatsächlich so wunderbar war, wissen nur noch ein paar Senioren. Eines steht aber fest: Auch das Paradies hatte seine Stammkundschaft.
Heute steht dort, wo einst das Paradies war, ein modernes Wohnhaus.
In der Prinz-Ludwig-Straße, gegenüber der Prinz-Ludwig-Apotheke.

Paradies

Paradies

Ob sie es wohl ahnten, dass sie sich hier vor dem Paradies zu einem historischen Foto aufgereiht haben?
Die Fuhrknechte haben extra einen Maßkrug in die Hand genommen und die Kellnerinnen ihre gestärkten Schürzen angelegt.

Das Café Fraunhofer

Cafe Fraunhofer

Auch das Café Fraunhofer, an der Oberen Hauptstraße, hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Das Herz ganzer Generationen von Studenten hing an diesem Gasthaus. Sie fanden sich hier zum fröhlichen Plausch und zu heißen Diskussionen.

Heute ist in den Räumen (nur mehr im 1. Stock) ein neu-modernes Lokal mit Namen “El Corason” (das Herz) zu finden.

Das Zwitscherstüberl

Das Zwitscherstüberl

wurde jahrzehntelang in der Vöttinger Straße 2 von H. Federl betrieben.

Und der Werbeslogan den in Freising jeder kannte lautete:
“Willst du mit mir wispern Büberl, dann komm zu mir ins Zwitscherstüberl”

Das Gasthaus Schweinehammerbräu

Schweinehammerbräu

In der Unteren Hauptstraße, wo jetzt die Deutsche Bank ihre Geschäftsstelle hat, war früher der Schweinehammerbräu, dann das Gasthaus Gösswein und das Café Hauptmann.

Der Weissbräu Huber

Weissbräu Huber

Ihn gibt es heute noch. Erst vor ein paar Jahren umgebaut, war der Weissbräu Huber schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts das Stammlokal der Bavaren. Und einmal im Jahr wurde der runde Stammtisch quer durch die Stadt ins Bavarenheim gerollt.

Liste der in der Sonderausstellung “Brauereien und Gaststätten… einst und jetzt!” im Bürgerturm vom 5. Mai bis 20. Oktober 2001 gezeigten Gaststätten.

  1. Weihenstephan
  2. Hofbrauhaus
  3. Haraschin Vötting
  4. Kerscher
  5. Gasthaus Wolf
  6. Schweinhammer Keller
  7. Hacklbräu Keller
  8. Zwitscherstüberl
  9. Karlwirt
  10. Linden Keller
  11. Furtner Keller
  12. Jägerwirt
  13. Stieglbräu
  14. Café Fraunhofer
  15. Furtnerbräu
  16. Gasthaus “Zum Alten Geld”
  17. Daurerbräu
  18. Dombergstüberl
  19. Heinritzi
  20. Café Hütt
  21. Zieglwirt
  22. Café Schmid
  23. Hirschenwirt
  24. Gasthaus Osterauer
  25. “Zum Paradies”
  26. Weichselbaumer
  27. Gasthof “Zur Gred”
  28. Gasthof “Zur Eisenbahn”
  29. Bahnhofsgaststätte
  30. Münchner Hof
  31. Freischütz mit Ratskeller
  32. und Laubenbräu
  33. Weinhaus Geisler
  34. Kochbräu
  35. Hotel Bayerischer Hof
  36. Weinstube “Zur Traube”
  37. Jungbräu
  38. Colosseum
  39. Hummelbräu
  40. Elefantenwirt
  41. Maxburg
  42. Gösswein – Café Hauptmann
  43. Café Neuschwanstein
  44. Gasthof Bodensteiner
  45. Malzfabrik Schweiger
  46. Weissbräu Huber
  47. Hacklbräu
  48. Landshuter Hof
  49. Gasthaus Neugarten
  50. Aktienbrauerei
  51. Hofbräukeller
  52. Peterhof u. Zum Regent
  53. Gasthaus zur Lüften
  54. Grüner Hof
  55. Geflügelhof
  56. Bräuhaus
  57. Niederbayerischer Hof
  58. Gasthaus zur Rose
  59. Deutsches Haus
  60. Löwenwirt
  61. Neuwirt und Hofwirt
  62. Bergwirt
  63. Holledauer Hof
  64. Urban Keller
  65. Xaverienthal
  66. Plantage
  67. Waldschänke
  68. Daurer-Schänke
  69. Preißenwirt
  70. Gasthaus zum Schlachthof
  71. Rossmann-Schnapsbrennerei
  72. Café Fech
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Exzesse im Bürgerthurm

Exzesse im Bürgerthurm

Zu den vielen bösen Buben, die im Bürgerturm untergebracht waren, gehört auch ein Joseph Schönmetzler, der als „sicherheitsgefährlich“ eingestuft wurde und sich im August 1861 „wegen Beschädigung seiner Wohnung im Bürgersthurm betreffend“ verantworten musste.

Er wurde, wie seinerzeit üblich zu einem dreitätigen Arrest verurteilt, musste auf blosen Brettern nächtigen und bekam am dritten Tag keine warme Speise. Die Verhandlungskosten blieben „wegen seiner Armuth außer Ansatz“ und wurden aus der Communalkasse bezahlt.

Im Mai 1862 stand er zusammen mit einer Anna Thalhammer „wegen verübter Excesse im Bürgersthurm“ schon wieder vor dem Rat, der den Fall gleich an das königliche Landgericht Freysing weitergab. Ob es allein die von Schönmetzler verursachten Beschädigungen waren, ist nicht überliefert. Doch wurde im Mai 1863 beschlossen, den Bürgerturm für 80 Gulden renovieren zu lassen.

Geachtet wurde stets auch auf Moral und Sitte. Im Jahre 1866 etwa wurde zwar einer Maria Bauer „ein Stübchen über zwei Stiegen“ als Wohnung eingeräumt. Damit verbunden war jedoch die Bedingung, „dass solche von ihrem Liebhaber Staudinger nicht betreten werden darf“.

1899 wurde der Taglöhnerswitwe Walburga Stuhlreiter eine Wohnung im Bürgerturm verwehrt, „weil die Unterbringung von Personen beiderlei Geschlechtes in diesem Gelasse gegen die gute Sitte verstoßen würde“.

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Wehrturm in der Stadtmauer

Wehrturm in der Stadtmauer

Der Bürgerturm am Unteren Graben ist der einzige noch sichtbare Rest der mittelalterlichen Befestigungsanlage in Freising.

Über seine Entstehungsgeschichte ist nicht viel bekannt, doch nach Untersuchungen aus dem Jahr 1995, auf die sich Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge vor 20 Jahren in einem Beitrag für das Freisinger Tagblatt gestützt hat, wurde der Bürgerturm Mitte des 14. Jahrhunderts als Wehrturm innerhalb der Stadtmauer gebaut. Zunächst hatte er wohl nur zwei Stockwerke und war unverputzt. Erst später, so berichtet Goerge, scheint er um zwei Stockwerke erhöht und dann auch verputzt worden zu sein.

Der Stadtturm – wie er ursprünglich hieß – war immer schon im Besitz der Stadt Freising und war lange Zeit bewohnt, wie aus Steuerbüchern und Stadtrats-protokollen hervorgeht.

Erstmals erwähnt wurde er 1528: „In der Stat durn“. 1563 tauchen die Begriffe „Gemainer Stat Thurn“ und 1601 „Gemainer Stat Thurn in der Maur“ auf. 1693 ist erstmals die Rede vom „Burgers Thurn“ und 1734 vom „Burgers thurn am vndern Stattgraben“. Im Steuerbuch von 1528 taucht in der Rubrik „Im Waiz“ ein interessanter Eintrag auf: „Pockinger In der Stat durn xxviij dl“. Und im Steuerbuch von 1563 ist ein Hanns Tachawer als „Inman“ in „Gemainer Stat Thurn“ aufgeführt, der zwei Schilling und zehn Pfennig zahlte.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es dann offensichtlich Bestrebungen, den Turm zu einem Frauengefängnis umzubauen.

So ist ein Gesuch aus dem Jahr 1607 überliefert, in dem eine Anna Müllerin den Stadtrat bittet, für einen Taler Jahreszins im „Statt Thurn in der Ringmauer“ wohnen zu dürfen.

Die Stadtväter lehnten das Gesuch aber mit der Begründung ab, den „Thurn“ in ein „fenckhnus für die Weiber“ umbauen zu wollen. Diese Absicht scheint man dann aber wieder fallengelassen zu haben, denn schon ein Jahr später sind im Steuerbuch wieder Einnahmen über vier Schilling Hauszins für den „Stat Thurn In der Waizengasse“ eingetragen.

Im späten 17. Jahrhundert erhielt der Bürgerturm dann wohl doch eine neue Bestimmung. In einem Stadtratprotokoll aus dem Jahre 1693 ist die Rede von einem Gefängnis und einem Pulvermagazin in der oberen Kammer. Und in einer „Anmörckhung“ von 1750 wird festgehalten, dass der Bürgerturm als Lager für das Schießpulver des fürstbischöflichen Hofes dient und eine Arrestkammer besitzt.

Nach der Säkularisation 1803 richtete die Stadt im Bürgerturm ein Gefängnis ein und ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand er Verwendung als Armenhaus.

Die älteste Ansicht des Bürgerturms ist ein Holzschnitt von 1548 in Sebastian Münsters „Cosmographia“. Im Jahr 1724 entstand der Kupferstich „Freising aus der Vogelschau“, den Claude Sarron und Gottfried Stain für Carl Meichelbecks „Historia Frigsingensis“ geschaffen haben. Eindeutig auszumachen ist darauf der mit einem Walmdach ausgestattete Bürgerturm in der Stadtmauer.

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Probleme mit der Reinlichkeit

Probleme mit der Reinlichkeit

Vielleicht, weil die im Armenhaus lebenden Menschen nicht gerade den besten Leumund hatten und immer wieder durch ihr „excessives Verhalten“ auffielen, kümmerte sich die Stadt nicht so recht um die Wohnverhältnisse im Bürgerturm.

1889 wurde jedoch auf Antrag der Taglöhnerswitwe Maria Stuhlreiter eine Wasserleitung verlegt. Die öffentlichen Brunnen hatten seinerzeit „schlechtes ungenießbares Wasser“ geliefert und waren „eingezogen“ worden. Einen Wasseranschluss gab es allerdings nur im Erdgeschoss. Noch 1910 wurde abgelehnt, auch den 1. Stock mit Wasser zu versorgen, „nachdem parterre bereits die Wasserleitung eingerichtet ist“, wie es in einem Protokoll heißt.

Auch mit der „öffentlichen Reinlichkeit“ scheint es nicht gut bestellt gewesen zu sein. So mussten die Bewohner des Bürgerturms ihren Abfall im Hausgang aufbewahren, von wo aus er auf die Straße geworfen und von Zeit zu Zeit von städtischen Arbeitern abgefahren wurde.

1913 beschloss deshalb der Magistrat der Stadt, für 15 Mark eine verschließbare Abfalltonne anzuschaffen, „nachdem der bisherige Zustand vorschriftswidrig und gesundheitswidrig war“.

Die Wohnverhältnisse blieben aber schlecht, weshalb noch im gleichen Jahr beschlossen wurde, den Bürgerturm nicht mehr bewohnen zu lassen. Zwei Taglöhner mit ihren Familien, wurden in die Gesindestube des Heiliggeistspitals verlegt oder aufgefordert, sich eine Privatwohnung zu mieten, wofür „im Falle der Hilfsbedürftigkeit“ ein „Wohnungsgeldbetrag“ in Aussicht gestellt wurde.

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